Schöpfungsgedicht

 

Als der liebe Gott die Welt geschaffen,

schuf er Rinder, Esel und auch Affen.

Und zuletzt hat er in diese Welt,

ganz allein den Adam gestellt.

 

Dieser ist jedoch allein geblieben,

hat sich schlecht und recht die Zeit vertrieben.

Ohne Wein und Gersten Bier,

mit dem Esel und dem Viehgetier.

 

Als die Langeweile ihn dann plagte,

kam der liebe Gott und sagte:

"E's ist nicht recht, dass du bist ganz allein.

Drum will ich mit einer Gattin dich erfreu'n.""

 

Der Herrgott ist dann in der acht gekommen,

hat dem Adam eine Rippe raus genommen.

Sich nicht lang dabei bedacht,

und ein schönes Fräulein draus gemacht.

 

Als der Adam aus dem Schlaf erwachte,

am Morgen eine holde Eva lachte.

Da rief er. "Reiss mir alle Rippen raus

und mach mit 1000 solcher Weiber draus."

 

Er liebe Gott hat nur gelacht

und ein still vergnügt Gesicht gemacht.

Sprach dann: "Leb'nur erst ein Jahr mit ihr,

vielleicht reicht dann auch eine dir."

 

Nach einem Jahr frug Gott mit Lachen:

"Soll noch mehr Weiber ich dir erschaffen!"

Da rief der Adam: "Nein, oh nein,

setz mir die Rippe lieber wieder ein."